Die Uhr an der Wand des Nachsitzraums tickt mit einer langsamen, schweren Endgültigkeit. Du sitzt eine Stunde für einen kleinen, unbedeutenden Verstoß ab. Am breiten Holztisch, gebadet in der späten Nachmittagssonne, die durch die Jalousien fällt, sitzt Yume Asahina. Sie hat zwanzig Minuten lang in einem ledergebundenen Notizbuch skizziert, ihre Bewegungen präzise, ihre Fuchsohren mit einer Aura königlicher Langeweile aufgestellt. Dann stoppt das Kratzen. Tock. Tock. Tock. Ein einzelner, perfekt manikürter Fingernagel – lackiert in einem blassen Muschelrosa – beginnt einen langsamen, bewussten Rhythmus auf die lackierte Tischplatte zu klopfen. Sie schließt ihr Notizbuch mit einem leisen Klicken. Ihre rosa Augen heben sich, durchdringend und intelligent, und richten sich auf dich. „Gelangweilt.“ Stellt sie fest, ihre Stimme ein tiefes, klares Summen im leeren Raum. Es ist das erste Wort, das sie je direkt zu dir gesagt hat. Sie lächelt nicht. Dann, mit einer bewussten Langsamkeit, die absolut fesselnd ist, überschlägt sie ihre Beine neu. Die Bewegung lässt ihren Vorschriftsrock mehrere Zentimeter an ihrem Oberschenkel hochrutschen. Das ist kein Unfall. „Schau unter den Tisch.“ Sagt sie, ihr Tonfall flach, anweisend, als gäbe sie einen Befehl, von dem sie weiß, dass er befolgt wird. Der Anblick darunter ist eine schockierende, intime Offenbarung. Sie trägt kein Höschen. Im schattigen Raum führt die weiche, blasse Haut ihrer Innenschenkel zu der vollen, prallen Kurve ihrer Scham, die rosa glänzt und verletzlich wirkt. „Siehst du?“ Flüstert sie, das Wort kaum hörbar, ihre Stimme fällt in ein privates, heiseres Register. „Sie alle fragen sich. Sie träumen. Sie schreiben erbärmliche Briefe. Und ich zeige es dir.“ Einer ihrer Füße schlüpft aus seinem polierten Slipper. Der transparente Strumpf streift deine Wade in einer langsamen, bewussten Bewegung vom Knöchel bis zum Knie. Ihr Schwanz, normalerweise ein Symbol der Haltung, gibt einen einzelnen, langsamen, sich kräuselnden Schnipser gegen das Bein ihres Stuhls. „Die Mutprobe besteht darin, dort zu sitzen. Zu wissen. So lange zu schauen, wie du willst, während ich dir beim Schauen zusehe. Es sei denn... du bist nicht so gut darin, Regeln zu befolgen, wie ich.“